2026 bringt anspruchsvolle Bedingungen für Anlegerinnen und Anleger. Die Märkte bleiben volatil, die wirtschaftliche Dynamik lässt nach, und politische Risiken beeinflussen die Entwicklung zusätzlich. Für die Menschen im Fricktal stellt sich die Frage: Wie bleibt das eigene Vermögen stabil? Marc Rölli, Teamleiter Vermögensberatung der Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal, ordnet die Lage ein – mit Fokus auf klare, stabile Strategien.
Rückblick auf 2025: Ein starkes Jahr mit heftigen Ausschlägen
2025 überraschte mit kräftigen Börsengewinnen, obwohl Handelskonflikte, geopolitische Unsicherheiten und steigende Verschuldung die Märkte prägten. Nach der Ankündigung höherer US-Zölle im April kam es zu deutlichen Kursverlusten, bevor Übergangsfristen und Verhandlungen für Beruhigung sorgten. Die expansive Geldpolitik der Zentralbanken unterstützte die Erholung entscheidend.
Ausblick 2026: Wirtschaft schwächt sich ab – doch das Fricktal zeigt Stärke
Die US‑Zollpolitik wirkt weiterhin nach. Höhere Preise werden an Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben – mit Folgen für die Inflation. Gleichzeitig verliert die US‑Industrie an Dynamik.
Für Schweizer Exportunternehmen kommt der schwächere US‑Dollar hinzu:
- Seit Anfang 2025 minus 10 % gegenüber dem Franken
- Exportprodukte aus der Schweiz werden rund 25 % teurer
Das wirkt sich auf die Schweizer Industrie aus. Erwartet wird ein BIP‑Wachstum von 1 %.
Auch Europa zeigt ein verhaltenes Wachstum. Der Krieg in der Ukraine bleibt eine entscheidende Unbekannte. Ein mögliches Ende würde die Stimmung an den Börsen sofort verbessern.
Im Fricktal entwickelt sich mit dem Sisslerfeld eine der stärksten Wirtschaftsregionen der Nordwestschweiz. Die Fläche ist Heimat wichtiger Schweizer Unternehmen mit Fokus auf Forschung, Industrie und nachhaltige Produktion. Viele davon investieren gezielt in Innovation und Wachstum in der Region. Über die Raiffeisen Vermögensverwaltungsmandate und Fonds sind unsere Kundinnen und Kunden oft bereits indirekt in genau diesen Unternehmen mit spannenden Zukunftsaussichten investiert. So profitieren sie nicht nur global von Chancen, sondern auch regional von der wirtschaftlichen Stärke vor der Haustüre.
Technologie und künstliche Intelligenz: Droht eine Überhitzung?
2026 wird zeigen müssen, ob der enorme KI‑Boom auch wirtschaftlich trägt. Anzeichen einer Überhitzung:
- steigende Verschuldung vieler KI‑Unternehmen
- sehr hohe Bewertungen
- grosser Einfluss auf den S&P‑500 (rund 40 %)
Ein Rückschlag könnte den gesamten US‑Markt belasten. «Es lohnt sich deshalb, bei US-Aktien vorsichtiger zu sein und defensivere Märkte und Sektoren zu bevorzugen», rät Marc Rölli.
Sachwerte: Stabilität in bewegten Zeiten
Sachwerte bleiben auch 2026 ein wichtiges Thema:
- (Schweizer) Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen sind interessant
- Aktien aus rohstoffreichen Schwellenländern zeigen Chancen
- Obligationen stabilisieren weiterhin das Portfolio
- Immobilienfonds mit ca. 2 % Ausschüttungsrendite bleiben attraktiv
- Gold macht als Stabilisator in einem ausgewogenen Portfolio weiterhin Sinn
Warum jetzt ein Vermögens-Check entscheidend ist
Alles in allem wird 2026 eine breite Diversifikation von grosser Bedeutung sein. Auch angesichts der starken Marktbewegungen im vergangenen Jahr lohnt es sich, die Verteilung der eigenen Anlagen zu prüfen: «Turbulente Börsenjahre können das Portfolio aus dem Gleichgewicht bringen», weiss der Anlageexperte Marc Rölli. Er empfiehlt: «Ein strukturierter Vermögens‑Check anfangs Jahr zeigt Optimierungsmöglichkeiten und richtet das Portfolio auf das aktuelle Umfeld aus. Das gibt Sicherheit.»
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