Verantwortungsvoll in Gold investieren

18. November 2022

Gold ist noch immer oder gerade in Krisenzeiten gefragt: Geopolitische Krisen sowie die anhaltend hohe Inflation stärken die Bedeutung des Edelmetalls. Und damit könnte auch dessen Preis wieder steigen. Wer an den Entwicklungen des Goldmarkts teilhaben will, kann dies auch mit sozialer und ökologischer Verantwortung tun.


Grosse Krisen hatten stets Einfluss auf die historische Entwicklung des Goldpreises. Schon während den zerrüttenden Inflationen des letzten Jahrhunderts zeigte sich: Während einer galoppierenden oder gar einer Hyperinflation sind Sachwerte wie Gold eine der wenigen Möglichkeiten, das Vermögen zu erhalten. Auch während der Finanzkrise 2008/09 und in den Monaten nach dem Ausbruch der Coronakrise zeigte Gold seine Standfestigkeit. Geht es an den Märkten turbulent zu und her, kommt dem Edelmetall zugute, dass es nur teilweise mit anderen Anlageklassen korreliert. Fallen die Kurse von Aktien, Obligationen und Immobilien, muss sich dies nicht negativ auf den Goldpreis auswirken. Im Gegenteil: In der Tendenz steigt er, wenn die Aktienkurse fallen – und umgekehrt. Aus diesem Grund trägt das Edelmetall auch zur Diversifikation des Portfolios bei. Ob physische Barren und Münzen, Metallkontoguthaben, Minenaktien, Goldzertifikate oder Gold-ETF: Wer in Gold investieren will, hat die Qual der Wahl. Dabei ist ein Gold-ETF eine der einfachsten Möglichkeit, an der Entwicklung des Goldpreises teilzunehmen.


Genaue Nachbildung des Goldpreises
Gold-ETF eignen sich für alle jene, die ohne grossen Aufwand ihr Portfolio diversifizieren möchten. Ein Gold-ETF wird an einer Börse gehandelt und bildet die Goldpreisbewegung möglichst genau und effizient ab. Dabei sind die Gold-ETFs von Raiffeisen immer mit physischen Goldbarren hinterlegt. Kommt also irgendwann der Wunsch nach physischem Gold auf, so können Anlegerinnen und Anleger diese einfach in physisches Gold umtauschen. Jährlich minieren Goldproduzenten weltweit rund 3'500 Tonnen Gold, nur ein kleiner Teil davon ist allerdings nach verantwortungsvollen Kriterien produziert. Dabei wären die sozialen und ökologischen Auswirkungen einer verantwortungsvollen Goldbeschaffung gross.


Hebel von verantwortungsvoll abgebautem Gold
Laut dem World Gold Council kommen rund 75 Prozent des Goldangebots aus Minen, der Rest ist rezykliertes Gold. Über 40 Millionen Arbeitnehmer verdienen ihr Geld in Goldminen und ernähren damit etwa 100 Millionen Menschen, die meisten davon arbeiten in kleinen Minen und Betrieben oder schürfen eigenständig nach Gold in weniger entwickelten Ländern. Oft werden dabei schädliche Chemikalien nicht sachgerecht eingesetzt und die Arbeitsbedingungen sind problematisch. Dementsprechend gross ist der Hebel, mit verantwortungsvoller Goldbeschaffung sowohl einen ökologisch als auch sozial positiven Beitrag zu leisten. Die Schweiz hat dabei eine besondere Verantwortung: Bis zu zwei Drittel des global abgebauten Goldes wird in der Schweiz raffiniert.


Gutes Gewissen beim Goldkauf
In der Schweiz haben Anlegerinnen und Anleger, die mit gutem Gewissen in Gold investieren möchten, inzwischen eine Handvoll Angebote zur Auswahl. Seit November 2021 bietet Raiffeisen als erste Schweizer Retailbank mit dem Solid Gold Responsibly Sourced & Traceable einen ETF an, der in verantwortungsbewusst gewonnenes und nachverfolgbares Gold investiert. Solches Engagement von Banken und Vermögensverwaltern ist notwendig, um einen tiefergreifenden Wandel in der Goldbranche zu erwirken – aber auch die Bereitschaft von Anlegerinnen und Anlegern, verantwortungsvoll produziertes Gold zu kaufen und den Aufpreis dafür zu bezahlen. Dieser Aufpreis ist verkraftbar, er beträgt bei einer Tranche à 10 Gramm Raiffeisen ETF – Solid Gold Responsibly Sourced & Traceable umgerechnet gerade mal 3 Franken. Was daraus resultiert, ist um ein Vielfaches grösser: Ein Beitrag zur Förderung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen in der Goldproduktion und ein gutes Gewissen beim Goldkauf.

Responsibly sourced & traceable – Verantwortungsvoll in Gold investieren

Wer in Gold investieren möchte, kann das Edelmetall physisch kaufen oder in einen an der Börse handelbaren Exchange Traded Fund (ETF) investieren, der die Goldpreisentwicklung abbildet. Als Mitglied der Swiss Better Gold Association bezieht Raiffeisen seit Frühling 2021 einen Teil des Goldes aus kleinen Minen in Kolumbien und Peru. Mit dem Raiffeisen ETF – Solid Gold Responsibly Sourced & Traceable ermöglicht Raiffeisen zudem verantwortungsbewusste Investitionen in Gold. Dabei wird indirekt in Gold investiert, das verantwortungsvoll und rückverfolgbar produziert wird. Um dies zu garantieren, wählt Raiffeisen ihre Lieferkettenpartner gewissenhaft aus und überprüft diese regelmässig. Es werden die Umwelt- und Sozialverträglichkeit gefördert und Lieferketteninformationen offengelegt.

Swiss ETF Award 2023

Andere Leser/innen interessierten sich auch für folgende Beiträge

Fk devisen digitaler event

Währungsperspektiven – Aufzeichnung Livestream

Am 22. November 2022 hat der digitale Event «Währungsperspektiven» stattgefunden. Die beiden Raiffeisen-Experten Martin Neff und Rosario Loria gaben einen Jahresrückblick, informierten über die…
Bancomat as 184599265

Anpassung Bancomatservice aufgrund der aktuellen Bedrohungslage

Die Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal ist mit einem sehr dichten Netz an Bancomaten und sechs Geschäftsstellen nahe bei ihren Kundinnen und Kunden. Aufgrund der aktuellen Bedrohungslage nimmt…
23073 grossvater mit zwei enkeln br

Sparschwein 2.0 – Investieren für die Enkelkinder

Goldvreneli, Fondsparplan oder Gemälde: Viele Grosseltern hegen den Wunsch, ihren Enkelkindern mehr als einen Sparbatzen auf den Lebensweg mitzugeben. Was sollten Grosseltern dabei beachten? Um es…