Die 9. Ausgabe des Raiffeisen Vorsorgebarometers zeigt eine positive Entwicklung der Schweizer Vorsorge – mit zunehmendem Vertrauen in die 2. Säule und einem rekordhohen Säule-3a-Besitz. Das Fokusthema «Lebensereignisse» macht deutlich, wie stark die Vorsorge von der Biografie abhängig ist. Insbesondere Heirat und Familiengründung lösen häufig vorsorgerelevante Handlungen aus. So reduzieren 51 Prozent der Mütter nach der Geburt ihr Arbeitspensum und nehmen damit bewusst oder unbewusst Vorsorgelücken in Kauf. Pensionierte Frauen blicken denn auch pessimistischer auf ihre finanzielle Situation, aber auch viele Männer hinterfragen rückblickend ihr Vorsorgeverhalten: Die Hälfte, der über 50-Jährigen würde einzelne Vorsorgeentscheide heute anders treffen. So bereuen viele versäumte Einzahlungen in die 2. und 3. Säule. Auch nach der Pensionierung werden jedoch Chancen verpasst. Die meisten Pensionierten legen ihr Vermögen konservativ an und 37 verzichten gar komplett auf Wertschriften.
Erkenntnis #1:
Das Vertrauen ins Vorsorgesystem nimmt zuErkenntnis #2:
Teilzeitarbeit wirkt sich stark auf die Vorsorge ausErkenntnis #3:
Viele Pensionierte nutzen Renditechancen nicht
Was ist das Vorsorgebarometer?
Das Raiffeisen Vorsorgebarometer ist eine Studie mit hoher Repräsentativität, die jährlich in Zusammenarbeit mit der ZHAW durchgeführt wird. Sie zeigt auf, wie die Schweizer Bevölkerung in Bezug auf die Altersvorsorge tickt. Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung, die vom 24. April bis 5. Mai 2026 in allen Landesteilen durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 1'011 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren teil. Ergänzend wurden 150 Personen im Alter von 66 bis 79 Jahren zur Ermittlung von Erkenntnissen über die bereits pensionierte Generation befragt.